Donnerstag, 17. August 2017

Little Showman!

Mengen von Arbeit - ich komme zu nichts.
Aber dies müsst ihr sehen:
Heute morgen öffnete die erste Blüte (und es ist die erste Blüte überhaupt die von dieser Tagliliensorte hier blüht) von
Little Showman
Der Name ist Programm: Die Blüten sind nur 7 cm im Durchmesser groß, etwas um 40 cm Höhe erreicht das zarte Pflänzchen.
Gezüchtet wurde sie von Grace Stamile, die sie im Jahr 2007 registrieren lies.
Die Farbe Blau ist rar bzw. bisher nur in Anklängen oder Teilen bei Augenbändern/Mustern erreicht. Und damit ist auch der zweite Teil des Namens, der "Showman" erklärt.
 So strahlte der kleine Wicht mich heute morgen an!
Die Pflanze ist im Topf, denn sie ist etwas winterempfindlich. Immergrüne Taglilien mit der Farbe Blau können oft etwas heikel sein. Hier würde ich immer Winterschutz oder sogar Topfkultur empfehlen. Interessant ist, dass die Pflanze bei mir immergrün ist, dabei aber als Laub einziehend (dormant) registriert.
 Dazu kommt, dass "Little Showman" nicht einfach zu bekommen ist. Und auch eher im höheren Preissegment liegt. Da will ich sie umso weniger verlieren..
Hier nochmal vor ruhigem Hintergrund - auch ein Vorteil von Topfkultur, dass man den Standort wählen kann ;-)
 
 
Mit einer Blüte einen ganzen Post geschrieben... oh je..
Ihr Lieben, verzeiht es mir. Ich gelobe Besserung, sobald es arbeitsmäßig ruhiger wird.
 
 
Herzlichen Dank für´s Reinschauen, habt eine gute Zeit
Renee
 

Mittwoch, 9. August 2017

Augustblüten

Heute Morgen zeigten sich die Pflanzen von ihrer besten Seite. Ganz klar ein Komplott, um mich von der Arbeit abzuhalten.... Doch so schwer es auch fällt nicht die Tage im Garten zu verbringen - bis zum Urlaub dauert es noch ein wenig. 
Kommt, ich nehme euch mit auf eine kleine Gartenrunde!
In diesem Beet haben die Lilien das Kommando übernommen. Echinacea alba schaut ehrfürchtig auf...
Kalimeris, Phlox mit Veronicastrum und die Ballhortensie "Annabell" - Weiss ist nicht gleich Weiss
Diese gelbe Echinacea hat sich bisher gehalten. Schön dazu Sanguisorba tenuifolia "Alba" mit hohem Helenium 
Phlox, Phlox, Phlox.......
Bergenie! Ja!! Es ist die Sorte "Herbstblüte", die zuverlässig im Frühjahr und jetzt erneut blüht.
Neben all dem Phlox und den Echinacea sind als niedrige Begleiter Dianthus amurensis (lila - links unten) und Coreopsis verticilla "Zagreb" (hellgelb - rechts oben) ganz wunderbar. Winterhart, anspruchslos und "showy"!
Taglilien.... hier die späte Sorte "Savannah Debutante"
Wenn die Taglilie "Final Cut" mit der Blüte beginnt, der zarte Phlox "Angelica" im Beet schwebt, dann ist auch die Zeit der Herbstanemonen gekommen.
 Physostegia (Gelenkblumen), Echinops (Kugeldistel), Anaphalis (Perlkörbchen) und Echinacea (Sonnenhut) - fertig ist das Spätsommerbeet!
Ist es nicht herrlich, dass noch so viel blüht?
Lasst uns viel Farbe und Licht tanken - der Sommer ist nicht zu Ende!!
Sonnige Tage für euch
Renee
 
 Mehr Gartenglück könnt ihr bei
Loretta & Wolfgang
finden.
Unbedingt mal reinschauen!

Donnerstag, 3. August 2017

Blattwerk!

Es ist nicht so, dass es keine Taglilienblüten mehr gibt.....
Aber jetzt muss ich mal was anderes zeigen, damit es nicht langweilig für euch wird. Und daher etwas Blattwerk zur Beruhigung der Augen!
Ich möchte euch aus der Vielfalt der Hosta drei Sorten vorstellen, die jede für sich ganz besondere Eigenschaften haben. Hosta, die ich sehr schätze und für empfehlenswert halte.
Dies ist "Angelique" - eine mittelgroße Hosta von etwa 30 bis 40 cm Höhe und Umfang. Ihre Blätter sind hart und ledrig, so dass sie nicht ganz so empfindlich gegen Sonne und Schnecken ist. Die Blattränder sind im Austrieb gelb, werden dann aber rasch sehr sehr weiß. Die Blüte ist nett, aber nicht spektakulär. Was zeichnet sie aus? Ihre sehr elegante Blattzeichnung. Sie ist wunderbar in einem Topf zu kultivieren und kann so, aber auch im Freiland, Licht in dunkle Ecken bringen. Sie mag Schatten bis Halbschatten und ist ein echter Stimmungsaufheller!
"Fragrant Bouquet"
Hier zeigt sich, dass meine Planung für den Blog noch nicht durchdacht ist.. Denn das worauf es bei dieser Sorte ankommt kann ich gerade nicht zeigen: Es sind die stark duftenden Blüten in einem zarten lila Farbton. Die erste Knospe ist geschoben, doch es wird bis zur Blüte etwas dauern. Was darüber hinaus ebenfalls bemerkenswert ist: Sie verträgt viel Sonne!
In einem großen Kübel (sie wird ca. 60 cm hoch und breit) steht sie hier auf der südexponierten Terrasse. Und ihr wisst, wie heiss und sonnig es selbst in diesem Jahr schon war... Leichte Verbräunungen an den Rändern sind daher zu verzeihen. Aber sie sind wirklich nur minimal. Durch die Sonne wird dazu das schöne Farbspiel der Blätter unterstützt. Es ist eine Hosta für den Topf, denn die Blätter sind dünner, zuckerhaltig und ungemein lecker für Schnecken... Durch den erhöhten Kübelstandort kann man den Duft besser genießen.
"Valley´s Glacier"
ist dagegen hart im Nehmen.
Sie sitzt gerne im Beet und dreht den Schnecken mit ihrem unglaublich harten Blatt eine Nase. Schaut mal, wie unversehrt die Blätter aussehen! Und ihr könnt mir glauben: Hier gibt es viele Schnecken.... Auch hier sind die Blattränder erst gelb, verfärben sich dann cremeweiss. Die Größe der ausgewachsenen Pflanze liegt bei etwa 40 cm Höhe. Sie wird gerne breit und hat dann nichts gegen eine Teilung einzuwenden.
 
Diese Sorten sind bei den einschlägigen Hostaverkäufern zu bekommen und liegen im Preis bei durchschnittlich 10 Goldtalern.
 
Wenn euch diese Pflanzen über den Weg laufen.... es lohnt sich ihnen eine Chance zu geben!
 
Herzliche Grüße aus der grünen Hölle
Renee
 
 Verlinkt zu
Loretta & Wolfgang
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Donnerstag, 27. Juli 2017

Gefüllte Tage - Gefüllte Taglilien

Ihr Lieben,
nun muss ich doch ein Lebenszeichen geben - nicht, dass ihr mich vergesst!
Wenig kommentiert - aber ALLES gelesen!! Nur: Der Garten wollte mich so oft wie möglich sehen...
Wir hatten hier viel Glück mit dem Wetter und so standen die vergangenen Wochen - soweit es irgend zeitlich möglich war - im Zeichen der Taglilien .
Was bedeutet dass für eine passionierte Tagliliengärtnerin?
Nun, zum Beispiel den inneren Schweinehund bekämpfen und gegen den Biorhythmus bereits um halb sieben im Garten stehen und die welken Blüten des Vortages ausputzen.  Würde es sich um eine Handvoll Pflanzen handeln ginge es sicher auch später.... Aber wenn zur Hochblüte jeden Morgen eine Schubkarre voller welker Blüten anfällt, heißt es zeitig aufstehen, um vor Arbeitsbeginn fertig zu sein.
Warum überhaupt die welken Blüten entfernen, da sie nach ein paar Tagen von selbst abfallen? Die Blüten reagieren sehr empfindlich auf Behinderungen und öffnen nicht optimal, wenn sie bedrängt werden. Und es sieht auch einfach nicht schön aus, wenn das welke Zeug rumhängt. Ruiniert das beste Blütenfoto. Und - es macht mir Spass! Vermutlich eine Mischung aus Erntefieber und Ordnungswahn, deren Ausleben gefühlte Glückseligkeit für mich bedeutet.
Tatsache ist, dass die vergangenen Blüten eine herrlich düngende Komposterde ergeben. Solche Kreisläufe sind doch einfach klasse, nicht?
Nicht so populär, von manchen sogar vehement abgelehnt, von mir ins Herz geschlossen: Gefüllte Taglilien
Oben der frühblühende Schnickel Fritz
Heißt wirklich so! Er gehört zu den paeonienblütigen Gefüllten. Hier sind die Staubfäden in zusätzliche Blütenblätter umgewandelt.
Im Uhrzeigersinn von links oben: Spotted Fever - Night Embers - Lacy Doily - Darya

 Sehr schön auch Peggy Jeffcoat, die ganze Blütensträuße bildet. Sie gehört zu dem "Hose-in-Hose"-Typ. Hier sind die Staubfäden normal ausgebildet und die Blüte hat zusätzliche Blütenblätter. 
Absoluter Traum: Sweeping Shadows
 Oben: Dublin Elaine
Unten: Sachsen Red Double
Und die Hände der Gärtnerin... Taglilien färben nämlich ganz wunderbar.
Hier helfen ein paar Spritzer Zitronensaft beim waschen, wenn man nicht blauhändig oder behandschuht im Sommer unter die Leute will..

 Ganz herzlichen Dank für eure Besuche bei mir und die lieben Kommentare.
Auch wenn ich das rückkommentieren nicht geschafft habe: ich freue mich sehr über euer Echo!

Weniger Regen und mehr Sonne
wünscht euch
Renee
 
Mit diesem Beitrag gehe ich zur Linkparty bei
wo das Gartenglück zu Hause ist.



Mittwoch, 12. Juli 2017

Wo der Froschkönig wohnt....

Die vielen Regentänze in den trockenen Wochen haben gewirkt: Es gibt Wasser satt, Regentonne und Zisterne sind voll - und nun könnte es dann bitteschön wieder aufhören....
Warm war und ist es. Der Regen dazu: Das Paradies für den Froschkönig ist in diesem schwül-warmen Kleinklima geschaffen!
Und wo wohnt der Froschkönig? Nicht in einem dunklen Brunnen - nein. Hier!

Elegant schippert er auf seinem Seerosenblatt-Floss durch sein Reich. Scheint die Sonne zu arg, erfrischt ein kühles Bad. Dazu trägt der Frosch von Welt nicht die lästige Krone - nein, ein Seerosenblatt schützt viel besser vor Sonnenstich. Très chic!

Immer interessiert am Geschehen und kann seinen Mund halten, wenn Frau Gärtnerin Ruhe braucht. Immer eine gute Figur - man beachte die elegante Beinhaltung...

Allerdings gibt es Tage, wo die königliche Stimmung verhagelt ist. Da helfen die schönsten Seerosen nicht. Und die Shubunkin-Fische nerven nur...
Ob der Nachwuchs auch so launisch sein wird? Noch kennt er keine Furcht und lässt sich sogar unterm Kinn kraulen.
 
Der Froschkönig hat hier längst seine Froschprinzessin gefunden. Zum Glück, denn mit dem Küssen ist das doch so eine Sache....
 
Glückliche Tage für euch
Renee
 
 
 
 

Samstag, 8. Juli 2017

Zitat im Bild

Neulich beim Kartoffelschälen.....
Es ist nicht die Sorte "Herzkartoffel", sondern der pure Zufall gewesen. Und so kann ich das Brutzeln von Bratkartoffeln nur wärmstens empfehlen, falls jemand sein Herz verloren hat... Hierbei kann man ein Ersatzherz finden - vor allem, wenn man dabei zu Zweit ist!
 
Herzige Grüße
Renee
 
Weitere Lebenshilfe gibt es bei
Nova´s
Zitat im Bild
 


Mittwoch, 28. Juni 2017

Rosenbegleiter Taglilien

In den Monaten Juni und Juli ist der Blog einer Tagliliensammlerin zwangsläufig Taglilien-lastig. Es ist die Hauptzeit, in der die Pflanzen erblühen. In welcher über Jahre oder zumindest über ein Jahr lang gehegte Blütenträume wahr werden. Dieser Leidenschaft kann ich natürlich für mich alleine nachgehen - oder euch hier damit langweilen. Beides möchte ich nicht. Daher habe ich mir überlegt, welche Sorten denn zu den wohl beliebtesten Gartenpflanzen, den Rosen, passen.
 
Denn es gibt mehr als orange und gelbe Hemerocallisblüten - die ich nicht mit einem romantischen Rosengarten in Verbindung bringen würde. Hier einige altbewährte Sorten, die man in Staudengärtnereien erwerben kann, die auch schon mal im Gartencenter angeboten werden (obere Bildreihe). Dazu ein paar ein wenig ausgefallenere, die bei Taglilienversendern zu erhalten sind (untere Bildreihe). Alle Sorten sind winterhart!
 
Rosane Rosen und rosane Taglilien - das ist eine Aufgabe, die man kaum bewältigen kann. Nicht nur, dass es kaum machbar ist, das "richtige" Rosa zu finden. Nein, die Farben variieren je nach Wetterlage und Tageszeit. Daher ist es besser zu anderen Farben zu greifen.
Gut funktioniert ein zartes Lila oder Flieder.
 
Ab oben rechts im Uhrzeigersinn: Chosen Love (70 cm hoch); Catherine Woodberry (85 cm hoch); Blessed Art Thou (80 cm hoch); Beyond the Sky (76 cm hoch)

Gut vorstellen könnte ich mir auch ein dunkles Lila.
Ab oben rechts im Uhrzeigersinn: American Revolution (70 cm hoch); Apres Moi (76 cm hoch); Bela Lugosi (80 cm hoch); Grape Velvet (60 cm hoch)
 
Schwieriger ist "Weiß". Immer noch wird die weißeste Taglilie gesucht, gezüchtet... Die meisten haben einen rosa oder gelblichen Stich. Jüngere Sorten zeigen auch grünliche Farbanteile - sehr kühl und edel.
Ab oben rechts im Uhrzeigersinn: Joan Senior (60 cm hoch); Early Snow (80 cm hoch); Margo Reed Indeed (70 cm hoch); Dad´s Best White (70 cm hoch)
 
Und was haltet ihr von diesen Rosenkavalieren? Man kann sie allerdings nirgends kaufen, es sind meine eigenen Züchtungen.
Rosen und Taglilien, ich könnte mir vorstellen, dass sie sich gut vertragen.
Oder?
Rosige Grüße
Renee


Mittwoch, 21. Juni 2017

Was dem einen seine Rose.....

.......ist dem anderen seine Taglilie!
Noch weit von der Hochblüte entfernt, doch es gibt schon jeden Tag neue Blüten. Die warmen Nächte tun den Taglilien gut und sie öffnen derzeit ganz wunderbar.
Etwas Regen wäre nicht schlecht, aber so lange die Zisterne Wasser hat und ich meine Gießkanne soll nicht gemurrt werden.
Und so sehen die frühen Schätzchen aus:
Links oben: Incendiary Rechts oben: Wild Horses
Links unten: Little Women  Rechts unten: Pardon Me
Wild and Wonderful
Die Blüten sind etwa 20 cm groß!
Links oben: Siloam June Bug  Rechts oben: White Mountain
Links unten: Michael Miller  Rechts unten: Navajo Princess
 Links die unvergleichliche Rose F. Kennedy. Überschäumend hat sie ein Blütenblatt mehr und einen Ansatz zur Füllung hervorgebracht.
Rechs: Aerial Applique - einfach perfekt!
 
Tausende von Knospen warten noch auf ihren Auftritt - DAS ist mein Sommertraum!
Euch ebenso traumhafte Gartentage
Renee 
 


Dienstag, 13. Juni 2017

Ungeplant: Überraschende Pflanzpartner

So wie kein Asterix ohne Obelix denkbar ist, Dick nicht ohne Doof durch die Welt ging und Bonnie ohne Clyde keinen zweifelhaften Ruhm erlangt hätte - so gibt es perfekte Pflanzpartner. Rosen & Clematis zum Beispiel. Oder Goldregen und Allium. Es macht viel Spass, schöne Pflanzenkombinationen auszuklügeln oder auch bekannte nachzupflanzen.
In den letzten Tagen habe ich im Garten ein paar Pflanzenverbindungen entdeckt, die nicht geplant waren. Ihr kennt das: Pflanzen nach dem Prinzip der noch freien Lücke ....
Diese Pflanzenkombis sind nicht spektakulär, aber ich finde sie doch so hübsch, dass ich sie Euch zeigen möchte.
Die Glockenblume (Campanula persicifolia "Grandiflora") versamt sich. Passenderweise zu Katzenminze (Nepeta x faassenii "Walkers Low"), der weißer Storchschnabel (Geranium sanguineum "Album") zu Füßen liegt. 
 Links: Pfingstrose mit Salbei, am Rand ragt noch Iris "Lovely Again" ins Bild
Rechts: Storchschnabel (Geranium renardii "Terre Franche") mit der Pechnelke (Lychnis viscaria)
 Links: Pfingstrose "Nancy Nicholls" klammert sich an eine weiße Iris sibirica
Rechts: Der noch ungeschnittene Buchs muss noch so lange auf seine Schur warten, bis die Teppichglockenblume (Campanula portenschlagiana) abgeblüht ist. Ich fürchte das dauert....
 Links: Geranium sanguineum "Max Frei", durchdrungen von Prunella grandiflora
Rechts: Ein Nelkenduo aus Dianthus plumarius (magenta) und Dianthus gratinopolitanus "Pink Jewel" (rosa)
 Die fantastische Iris "Labbra Di Fuoco" im Tête-à-Tête mit Päonie (sollte "Amabilis" sein, was nicht stimmt)
 Überraschend grandios: Frauenmantel & Geranium magnificum & Hosta "Gold Standard"
 Links: Spornblume und Glockenblume haben sich versamt - und zusammen gefunden!
Rechts: Astrantia "Hadspen Blood" findet mit Sedum "Karfunkelstein" einen etwas düsteren Partner.
Hoffentlich hat Euch meine kleine Auswahl gefallen, vielleicht sogar inspiriert....
Schöne Überraschungen im Garten wünscht Euch
Renee


Mittwoch, 7. Juni 2017

Liebe auf den ersten Blick - Sambucus nigra "Guincho Purple"

Es gibt Pflanzen, die beim ersten Blick verzaubern. So ging es mir, als ich vor über 20 Jahren ein kleines Bild aus dem englischen Garten "Tintinhull" sah, auf dem ein Holunder mit rosa-aprikosefarbenen Blüten abgebildet war. Es war der Holunder Sambucus nigra "Guincho Purple". Lange bevor dunkellaubige Holunder wie "Black Lace" oder "Black Beauty" in Deutschland in den Verkauf kamen gab es zunächst keine Möglichkeit dieses schöne Gehölz zu erwerben. Und es dauerte 5 Jahre bis ich in einer Gärtnerei einen Steckling bekommen konnte.
 
Der Holunder kam mit der Post als Päckchen. Und verschwieg, dass er bis zu 6 Meter hoch wird.... 
Er ist von enormer Wuchskraft und wir müssen mehrmals im Jahr schneiden. Dabei kann man recht sorglos vorgehen, er ist absolut hart im Nehmen. Aber bei allem Schnitt: Es ist ein großer Strauch. Ihn auf 2 oder 3 m zu halten wird seinem Habitus nicht gerecht und er kann seine Schönheit dann nicht voll entfalten. Reicht der Platz nicht, sollte man zu den kleineren Sorten wie "Black Lace" (etwa 3 m hoch in der Endhöhe) greifen.
Seine anfangs rosa-lachsfarbenen Blüten werden mit dem Abblühen weiß, das Laub ist grün im Austrieb und färbt sich dann über bronzegrün zunehmend dunkel. Allerdings bleibt es immer grünstichig.
Die Beeren im Herbst sind ein weiterer großer Schmuck - so glänzend, prall und schwarz. Man möchte reinbeißen... (was man unterlassen sollte, es gibt nicht nur schwarze Zähne, sondern auch einen ganz spitzen Mund....) Die Früchte sollen sich aber für Marmelade gut eignen. 
Volle Sonne bis Halbschatten, dabei anspruchslos an den Boden, zeichnet er sich durch absolute Winterhärte aus. 
Die Äste brechen leicht im Wind, Blüten und Beeren rieseln herab... kein Strauch, der sich als Schirm- oder Laubengehölz empfiehlt. Aber wir sitzen trotzdem gerne auf einen kleinen Plausch darunter...
 
Überall blühen die Holunder jetzt - und es gibt so viele Rezepte damit wie Blüten an den Sträuchern. Mir sind immer die ganz ganz einfachen, rasch gemachten Sachen am liebsten.
Zum Beispiel
Apfelsaft-Holunderblüten-Limonade
Dazu gibt man Holunderblüten in Apfelsaft und  lässt das einige Stunden ziehen. Je länger, desto holundriger, sprich herber, wird der Geschmack. Auf einen Liter Saft etwa 20 Blütendolden. Zum Servieren in einen schönen Glaskrug (mit ein paar von den Blüten) gießen und mit Sprudel aufmischen. Man kann außer Mineralwasser auch gut Zitronenlimo nehmen. Oder mit Mineralwasser aufgießen, dafür aber Zitronenviertel schon beim Durchziehen in den Apfelsaft geben.

 Simpel, sieht aber durch die Holunderblüten nach "mehr" aus...

 
Zur äußerlichen Anwendung, nämlich für eine
Holunderblüten-Bademilch
5 Dolden etwa 4 Stunden in einem halben Liter Vollmilch ziehen lassen.
Ich nehme die Dolden dann raus, nehme nur die Milch. Für ein Foto sehen die Dolden ganz nett im Wasser aus - aber mich nervt das Gefiesele im Wasser.
Macht eine weiche Haut und wirkt beruhigend sowie entzündungshemmend. Soll auch gut bei Sonnenbrand sein.


Schon eine kleine Blüte am oder im Prosecco-Glas macht was her. Den breitkrempigen Sonnenhut auf, ins Abendrot geschaut.... und man fühlt sich wie eine Landgräfin..
Herzliche Grüße aus dem Hollerbusch
Renee

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Mittwoch, 31. Mai 2017

Erste Blüten - meine Tagliliensaison beginnt!

Am 28.05.2017, öffnete die erste Blüte für diese Saison. Eigentlich so vorgesehen und zum ersten Mal auch geschafft: Hemerocallis minor als Erste und damit vor Hemerocallis lilioasphodelus.
Sieht etwas schüchtern aus - kein Wunder, bei den gemeldeten Gewittern mit Hagel. Ich wage es nicht die vielen Stiele der Zucht-Sorten anzuschauen - hoffentlich wird es nicht so eine Zerstörung wie im letzten Jahr.
 Ein guter Kombipartner ist die gleichzeitig blühende Iris sibirica "Blaue Fülle".
Zwei Tage später folgte Hemerocallis lilioasphodelus. Sehr ähnlich, diese verbreitet sich aber stark durch Ausläufer. Im Hintergrund Iris sibirica "My Love".
Das ist das Vorgeplänkel, meine Einstimmung für die Taglilien-Saison, der Pflanze, die mich von allen am meisten begeistert.
Welchen Pflanzen gehört Eure Leidenschaft?
Mit sonnengelben Tagliliensternchen-Grüßen
Renee



Sonntag, 28. Mai 2017

"Klebt nicht" gibt´s nicht - oder wie ich ein kleines DIY umsetzte...

Vor kurzem hatte Yvonne vom Atelier Wichtelhüsli ein reizendes DIY zur Aufhübschung von Schneckenhäuschen.
Minutenschnell sollte es gehen und die benötigten Zutaten hatte ich alle.
Also frisch ans Werk - ich war voller Selbstvertrauen.
Die Wahl fiel auf weißen Nagellack. Dumm war nur, dass er nicht in einer, nicht in zweien , sondern erst in drei Schichten einigermaßen deckte... Und das schmale Pinselchen ist zwar für meine Fingernägel gut, aber hierfür wäre eine breitere Version besser gewesen. Zum Schluß mit Perlmutt "Lotus Effect" (man gönnt sich ja sonst nix...) drüber und die Nagelsticker drauf. Ein schönes Gefühl die endlich aufzubrauchen...
Soweit noch im grünen Bereich.
Eine kleine Abwandlung war geplant: Ein Stecker (Holzstäbchen vom Raumduft), um die Häuschen ins Grün piksen zu können. Und weil der so nackig aussieht etwas Deko dazu. Perlchen, Bändchen und diese Stoffblätter. Damit die Muschel obendrauf richtig sitzt, habe ich die Öffnung mit Steckschaum gefüllt. Und dann wollte ich EINFACH diese Blätter ankleben. Meint Ihr die hätten mit irgendwas gehalten?? Diese zarten Teile... NICHTS hat geklappt. Der Alleskleber klebte mir an den Fingern, aber lies die Blätter kalt. Der vermeintlich geniale Einfall, die Klebepistole zu nehmen - ein Schuss in den Ofen, denn auf der mittlerweile mit Alleskleber eingemanschten Fläche hielt er nicht. Doppelseitiges Klebeband mit dem Versprechen "extra stark" klebte gut - auf meinem Schreibtisch... Ich musste erst mal ein Päuschen machen... Und siehe da, als ich zurück kam: Es klebte. Alles. Und wie....
Losgelöst und zurecht gedrückt sieht es so aus:
Wie man es macht, wenn man es kann, seht Ihr bei Yvonne´s
Do-It-Yourself
 
Muscheln gab es noch massig und Klebeerfahrung war gesammelt.  Ihr habt sicher auch diese kleinen Kästchen vom Juwelier - die kann man wunderbar dekorieren. Bei der weißen Version habe ich doppelseitiges Klebeband verwendet, bei dem lila-blauen Muschelkästchen Alleskleber und Klebepistole (eine totale Klebeorgie...). Unten drunter und am Rand ein Dekoband. Halbperlen war alle...
Nachdem ich mich im Bepinseln mit dem Nagellack schon als Profi wähnte, wurde ein ehrgeiziges Projekt angesteuert... Wie Ihr seht hatte dieser Kranz eine furchtbar fade Farbe (hier bereits Teilbemalung vorhanden). Mit Nagellack sollte eine Frischekur gemacht werden. Falls Ihr das nachmachen wollt: Für den Tag braucht Ihr Euch nichts anderes mehr vorzunehmen.... Meine Güte, was hat mich da geritten?? Und damit nicht genug. Dann noch diesen Silberdraht drum herum gewickelt. Natürlich waren die aufgefädelten Sternenperlen immer auf der Rückseite... Aus dem Fenster hätte ich den Kranz werfen können!!
Jede Menge Muscheln und Perlen. Alles voller Kleber und Lack. Draußen Sonnenschein und Blütenfülle...
Ok - ein DIY in weniger als einer Minute! Kippt alles in ein Glas! Fertig!
Und wie bekommt man die Glaskugel so geöffnet? Nehmt einfach ein sehr heißes Bad und lässt aus Versehen die Kugel (Deko am Wannenrand) hinein fallen. Es empfiehlt sich das Bad dann abzubrechen, es sei denn Ihr möchtet mit winzigen Glassplittern gespickt sein...
Hier noch mal die Resultate zusammen - immerhin, sage ich nur. Immerhin!
Ich habe schon immer die schönen Dekorationen, Handarbeiten und Kochkünste anderer bewundert. Aber jetzt noch viel mehr!
Natürlich gebe ich mich nicht so schnell geschlagen, werde weiter üben und freue mich auf all die kommenden DIY in den schönen Blogs.
Habt eine gute Zeit,
herzlich
Renee